Spotcheck: 3-Länder Endurotrails

31.07.2017 Autor: Simon
3-Länder Trail (Nauders)
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Rund um den Reschenpass erstreckt sich ein grenzübergreifendes Gebiet, welches bislang im Sommer mit Bergbahnunterstützung nur aktiv von Wanderern genutzt wurde. Mittlerweile aber haben die Locals das große Potenzial erkannt und es wurden in Kooperation zwischen Reschen/ Italien und Nauders/ Österreich, vom ehemals ersten "3-Länder Trail" bis heute 21 Trails (Zahl steigend) nur für Biker erschlossen. Ein Grund für uns, diesen Spot einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Angekommen in Nauders, besorgten wir uns mit der Summercard GOLD BIKE den Schlüssel zu den 4 Bergbahnen (Mutzkopf, Bergkastel, Schöneben und Haideralm), von welchen aus man alle Traileinstiege erreichen kann. Wer hier gerne selbst in die Pedale tritt, kann dies natürlich ebenso tun, die Trails sind generell kostenfrei. Mit dem in den Tourismusverbänden erhältlichen Übersichtsplan legten wir uns den mehrtägigen Aufenthalt so zurecht, dass alle Trails mindestens einmal unter unsere Stollen gelangen würden.

 

Wir starteten an der Mutzkopfbahn um uns für Tag 1 mit den dort befindlichen Trails zu vergnügen. Neben den moderaten roten Lines findet sich mit dem Elven Trail auch eine schwarze Abfahrt, die vor Allem durch steiles und oftmals technisches Gelände besticht. Unser Fazit, hier kommen Wurzel-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Der Kreuzmoos und Gerry Trail haben uns hier am meisten Freude bereitet.

 

Am darauf folgenden Tag ging es nach ein paar Höhenmetern bis zur Talstation der Bergbahn weit hinaus auf den Bergkastel, wo uns neben den Trails auch die alte Panzersperre am Plamort erwarten sollte. Ein flowiger und nicht allzu anspruchsvoller Trail führte uns vorbei an der erwähnten Grenze bis hinab zu den alten Bunkeranlagen weit oben über dem Reschensee. Genau hier beginnt der wilde Ritt über den Bunker und Etsch Trail ins Tal, teilweise gespickt mit groben Steinen bis hinab nach Reschen. Für Linienfanatiker ein wahrer Traum! Dort angekommen, kurbelt man gemütlich am See entlang bis zur Schönebenbahn. Mit den Wegen 98 und 99 ist der zweigeteilte Schönebentrail wohl die Offenbarung von technischem Flow. Über viele Wurzeln und kleine Sprünge fährt man sich wahrlich in einen Rauschzustand, der dann zum Schluss in die Skipiste wenige Meter oberhalb der Talstation mündet. Nach erneuter Auf- und einer Teilabfahrt am Schöneben gelangt man auf die Transferstrecke, welche uns zum letzten Trail des Tages, dem 3-Länder Trail führen sollte. Nach ca. 450 Höhenmetern, vorbei an der Reschenalm, erreicht man den abgelegenen Einstieg. Mit angenehmem Gefälle schlängelt sich der Trail über Weiden, vorbei an Seen auf einen flach verwurzelten Waldweg den sich Wanderer und Biker teilen. Nach einer letzten Abfahrt über den Gerry und Riatschwegele Trail endet der Tag mit einem fetten Grinsen im Gesicht.

 

Ein neuer Tag eine neue Bahn. Für den dritten Tag haben wir den Parkplatz der Schönebenbahn gewählt um nach einer weiteren Abfahrt über die Schönebentrails, erneut von der Bergstation aus in Richtung Haideralm abzufahren. Nach einem ca. 700m langen Transfer konnten wir den Unteren Spin Trail gefolgt vom Grein Trail mit viel Flow in Richtung Haideralmbahn nehmen. Der zweite schwarze Strecke führte uns über den Haideralm Trail ins Tal. Steil, Absätze, Wurzeln, verblockt, wirklich nicht so easy, aber für geübte Fahrer machbar. Nach erneutem Uphill via Haideralmbahn gings über den endurolastigsten Trail (Plattweg) und Gorf Trail zurück in Richtung Parkplatz Schöneben. Die Sonne strahlte mit unseren gewonnen Eindrücken um die Wette, darauf gab es dann erst einmal ein kühles Forst.

 

Unser Fazit zu den 3-Länder Endurotrails ist durchweg positiv. Die Beschilderung sowohl der Strecken als auch der Transferwege ist sehr gut, ein Verfahren ist eigentlich nicht möglich. Wir haben viele tolle Trails gerockt und haben den nächsten Besuch schon geplant, bevor wir Zuhause eintrafen. Was für eine Gaudi! Vielen Dank an die Region Reschen und Nauders, für eine derart geniale Umsetzung und der perfekten Symbiose zwischen Wanderern und Mountainbikern.

Aus Leidenschaft zum Biken

Im September 2015 begannen wir in einer einfachen Google Map offizielle Spots für Mountainbiker zu sammeln. Nachdem das Projekt rasant eine Fangemeinde gefunden hatte, folgten bald Auftritte im Social Media und eine erste Webpräsentation mit integrierter Map. Wir sind stolz darauf, seit März 2017 mit der neuen Website eine professionelle Plattform geschaffen zu haben.

Team

Simon Messinger

Gründer / Biker

Als ich vor ein paar Jahren das Mountainbiken wieder für mich entdeckte, glaubte ich nicht, jemals Initiator eines solch großen Projektes zu werden. Mit der Passion zum Biken war es aber ein Leichtes, viel Freizeit dafür zu opfern. Ich bin mir sicher sagen zu können, mit MyBikemap haben wir genau ins Schwarze getroffen.

Maurice Messinger

Interactive Designer

Patrick Mülhaupt

Webdeveloper